Inklusion

Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die GGS Waisenhausstraße Schwerpunktschule mit dem Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung. Die bewährte inklusive Unterrichtspraxis konnte so auf diesen Bereich erweitert werden.

Als inklusive Schule wirken wir – Erwachsene und Kinder – gemeinsam mit Verantwortung, Akzeptanz und Respekt auf eine Verbesserung der Chancen aller hin. Inklusion heißt für uns, dass alle SchülerInnen in ihrer Einzigartigkeit an unserem Schulleben teilhaben können und in ihren individuellen Entwicklungsbereichen bestmöglich gefördert werden. Dafür setzen wir auf eine enge Vernetzung innerhalb unseres pädagogischen Teams und mit außerschulischen Partnern.

 

Pädagogische Leitlinien
Mit dem gemeinsamen Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf stellt sich die GGS Waisenhausstraße den besonderen Herausforderungen einer inklusiven Pädagogik.

Der gemeinsame Unterricht wird als Schulentwicklungsauftrag verstanden. Denn Inklusion ist mehr als nur Hineinlassen. Inklusion heißt systemische Veränderung von Schule, sodass sie den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten aller SchülerInnen gerecht wird. „Inklusion ist nicht die Türen aufmachen und die Menschen mit Behinderung ´auch hinein lassen` sondern Mauern verschieben, damit alle drin sein können!” (Prof. Dr. Hillenbrand, Vortrag: Inklusion; Hörstel)

Einer inklusiven Pädagogik liegt die pädagogische Haltung zugrunde: Alle sind willkommen, niemand wird ausgesondert oder ausgegrenzt. Individualität wird wertgeschätzt – Vielfältigkeit wird in ihrer pädagogischen Herausforderung begriffen – Rücksichtnahme und Respekt werden gepflegt. Die große Heterogenität der Schülerschaft im gemeinsamen Unterricht wird als pädagogische Chance für Individualisierung und Differenzierung begriffen. Verschiedenheit soll für alle als etwas Positives und Anregendes erfahren werden; die Stärken eines jeden Kindes werden in den Blick genommen. Alle Lehrkräfte fühlen sich für alle Schüler verantwortlich.

Pädagogische Entscheidungen im Schulalltag finden im ständigen Spannungsfeld der sich ergänzenden pädagogischen Prinzipien „Individualisierung“ und „Solidarität“ statt.

„Individualisierung“ bedeutet die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der SchülerInnen. „Solidarität“ steht für wichtige soziale Erfahrungen in der Gruppe wie verständnisvolles und gleichberechtigtes Miteinander, Akzeptanz, Erfahrungen des Angenommenseins – Erleben, dass der Wert eines Menschen im Personsein, unabhängig von äußeren Merkmalen und Fähigkeiten liegt.

Erst im Spannungsfeld von Solidarität und Individualisierung kann sich eine Persönlichkeit entwickeln, die selbstbewusst sowohl ihre Fähigkeiten als auch ihre Grenzen (er-)kennt und akzeptiert.


Unser pädagogisches Inklusionskonzept können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.