Kinderparlament

Die GGS Waisenhausstraße richtet ab 2017 ein Kinderparlament ein, um die SchülerInnen hinsichtlich der Gestaltung und Weiterentwicklung der Schule zu beteiligen und in die Verantwortung zu nehmen.

SchülerInnen erlernen im Kinderparlament früh parlamentarisch-demokratische Grundregeln, die sie auf eine mündige Teilhabe in einer demokratischen Gesellschaft vorbereiten. Indem sie ihr Kinderrecht auf Mitbestimmung wahrnehmen, leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Schullebens ihrer Schule.

Zielsetzung
Die Kinder wirken bei der Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele in allen schulischen Bereichen durch ihre Vertreter eigenverantwortlich mit.

Mitglieder
Die gewählten Klassensprecher aller Klassen bilden das Kinderparlament, das in regelmäßigen Abständen tagt. Die Klassensprecher sind geborene Mitglieder des Schülerparlamentes und vertreten die Interessen der gesamten Schülerschaft. Es werden Themen besprochen, die alle Kinder betreffen. Hier werden politische Grundstrukturen von Demokratie vermittelt. Die Schulsozialarbeiterin lädt zu den Sitzungen des Kinderparlamentes ein und nimmt an den Sitzungen mit beratender Stimme teil. Die Schulleitung kann gehört werden und ebenso mit beratender Stimme teilnehmen.  In Pattsituationen entscheidet die Stimme des Schulleiters. Es dürfen Gäste (Erwachsene und auch Schülerinnen bzw. Schüler) eingeladen werden.

Rechte und Pflichten
Alle Mitglieder des Parlamentes haben die gleichen Rechte:

  • Rederecht
  • das Recht, angehört zu werden
  • Anträge stellen

Alle Mitglieder haben die gleichen Pflichten

  • konzentriert und aktiv mitarbeiten
  • Gesprächsleitung und –regeln anerkennen
  • Meinungen und Stimmungen der Schülerschaft an das Parlament weiterleiten
  • die eigene Klasse sowie die Klassenlehrerin / den Klassenlehrer über die Sitzung informieren
  • die Schule bei Veranstaltungen repräsentieren

Projekt des Schuljahres 2019/20:  Bewegte Schule – Spielausleihe des Kinderparlamentes
Anlass war die Studie Bewegung und Spiel in der Schulpause und im Sozialraum/Hochschule Niederrhein, die nach einer Befragung aufzeigte, dass   insb. den Viertklässlern einfache Geräte (z.B. Rutsche, Wippe) und mobile Spielgeräte (Ball, Seile etc.) fehlen.

Vision:
Von den Kindern könnte unter der Federführung des Kinderparlamentes eine Spielausleihe von mobilen Spielgeräten geplant, eingerichtet und organisiert werden. Eine Delegation in die Kinderhände mit Zuweisung von Ressourcen wirkt beflügelnd – Partizipation und Selbstwirksamkeit erfahren die Kinder unmittelbar. Der Ausleihdienst könnte entsprechend der Empfehlung des Berichtes von den 4. Klassen übernommen werden.

Vorgehen:

  1. Das Kinderparlament erstellte einen Fragebogen mit Spielzeugvorschlägen.
  2. Alle Kinder der Klassen wählen über diesen Fragebogen 3 Wunschspielzeuge
  3. Das Gesamtergebnis aller Stimmen wird in einer Sitzung zusammengetragen und der Schülerschaft präsentiert.
  4. Bis zu einem Festbetrag kann das Kinderparlament unter der Mitwirkung der Schulsozialarbeiterin die meistgewählten Spielzeuge eigenständig bestellen.
  5. Rahmenbedingungen müssen bestimmt werden: räumliche Ausstattung des Raumes – Verantwortlichkeiten – Verfahren der Ausleihe
  6. Die Ausleihe wird feierlich eröffnet und übergeben.

10.März 2020: Workshop in „De Kull“
Thema: Fairness und Fairplay – der faire Umgang miteinander und mit unserer Umwelt
Ort: Borussia Bildungspark MG  – ein Projekt von Borussia Mönchengladbach